Bio-Zertifiziert

Bio ist bei uns keine Etikette – sondern gelebte Praxis. Unsere Imkerei ist seit 2015 biozertifiziert (DE‑ÖKO‑039). Hier erklären wir, was Bio‑Bienenhaltung in der Praxis bedeutet und wie wir arbeiten.

Kurz & knapp

  • EU‑Bio‑Standards – dokumentiert, jährlich kontrolliert.
  • Keine chemisch‑synthetischen Tierarzneien – Varroa‑Behandlung mit organischen Säuren/ätherischen Ölen.
  • Schonende Verarbeitung – naturbelassen, ohne Zusätze, sorgfältig gerührt.

Was Bio‑Imkerei konkret bedeutet

1) Standorte & Tracht

  • Bevorzugt blüten‑ und naturreiche Standorte mit vielfältiger Tracht (Gärten, Parks, Alleen, Wiesen).
  • Vermeidung intensiver Spritzmittelbelastung, soweit standortlogistisch möglich.
  • Wasserstellen/Tränken sind vorhanden; die Stände sind ruhig, sicher und gepflegt.

2) Bienen & Königinnen

  • Arbeit mit sanftmütigen Linien (z. B. Buckfast), angepasst an Stadtstandorte.
  • Kein Flügelstutzen der Königinnen; Eingriffe werden auf das Nötige reduziert.
  • Wohl des Volkes hat Vorrang vor maximalem Ertrag.

3) Varroa‑Management (Tiergesundheit)

  • Einsatz organischer Säuren (z. B. Ameisen‑/Oxalsäure) und ätherischer Öle (z. B. Thymol) gemäß guter fachlicher Praxis.
  • Keine Antibiotika und keine chemisch‑synthetischen Akarizide.
  • Behandlungen erfolgen saisonal geplant und werden dokumentiert.

4) Wachs & Material

  • Eigenwachskreislauf: Wachs aus eigenen Völkern wird bevorzugt zurückgeführt.
  • Beim Zukauf: Bio‑ oder rückstandsgeprüftes Wachs.
  • Beuten und Kontaktmaterialien sind lebensmittelecht und langlebig; Innenflächen ohne problematische Beschichtungen.

5) Fütterung (nur bei Bedarf)

  • Nur außerhalb der Tracht und zur Überwinterung, wenn nötig.
  • Bio‑konformer Zucker bzw. eigener Honig; jede Fütterung wird dokumentiert.
  • Die Fütterung beeinflusst nicht den Honig im Glas, da sie außerhalb der Erntezeit erfolgt.

6) Ernte & Verarbeitung

  • Naturbelassen: keine Zusätze, kein Mischen mit Fremdstoffen.
  • Sorgfältige Siebung/Filtration – so fein wie nötig, so schonend wie möglich.
  • Zurückhaltende Temperaturen, um Enzyme und Aromen zu schonen; kühle Lagerung.

7) Abfüllung & D.I.B.

  • Abfüllung nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.): klar definierte Qualitätsgrenzen (z. B. Wassergehalt) und Herkunft „Echter Deutscher Honig“.
  • Bio regelt die BetriebsweiseD.I.B. die Produktqualität & Deklaration – beides ergänzt sich ideal.

8) Dokumentation & Kontrolle

  • Lückenlose Chargen‑/Standortdokumentation, Fütterungs‑ und Behandlungsjournal.
  • Jährliche Kontrolle durch die Bio‑Kontrollstelle (DE‑ÖKO‑039).

FAQ – häufige Fragen

Ist Stadthonig überhaupt „sauber“?
Städte bieten vielfältige, oft unbehandelte Trachtquellen (Gärten, Parks, Alleen). Wir wählen die Standorte sorgfältig. Auf Wunsch können Rückstandsanalysen beauftragt werden.

Füttert ihr Zucker – und landet der im Honig?
Fütterung ist nur außerhalb der Tracht zur Überwinterung erlaubt. Sie wird dokumentiert und beeinflusst nicht den geernteten Honig.

Wie schützt ihr die Bienen vor Varroa, ohne „Chemie“?
Mit organischen Säuren (Ameisen‑/Oxalsäure) und Thymol – zugelassen in der Bio‑Imkerei. Keine Antibiotika, keine synthetischen Akarizide.

Was bedeutet die Bio‑Kontrollnummer (DE‑ÖKO‑039)?
Sie zeigt die zuständige Kontrollstelle. Der Betrieb wird jährlich geprüft – von der Wabe bis zum Glas nachvollziehbar.

Transparenz

Auf dem Glas findest du HaltbarkeitTracht (z. B. Früh- oder Sommertracht) und Chargenangaben. Gern beantworten wir Detailfragen 

DE-ÖKO-039 Deutsche Landwirtschaft